Das gehört im Winter in meine Fototasche – Tierfotografie im Erzgebirge
In der Wildtierfotografie entscheidet nicht nur die Kamera über den Erfolg eines Fototages. Mindestens genauso wichtig ist die Frage: Was nehme ich überhaupt mit?
Gerade im Erzgebirge, wo man oft lange unterwegs ist, durch Wasser, Schnee oder Schlamm schleicht und spontan auf Motive reagiert, sollte die Fototasche durchdacht gepackt sein.
In diesem Beitrag zeige ich dir, was sich bei mir über die Jahre bewährt hat – kompakt, praktisch und auf das Wesentliche reduziert.
Meine Fototasche – robust, wetterfest und zuverlässig
Meistens bin ich mit einer Umhängetasche aus gewachster Baumwolle unterwegs. Sie hat für mich genau die richtige Größe, ist sehr robust und vor allem wetterfest – ein großer Vorteil, denn sie landet regelmäßig im nassen Gras, Schlamm oder Schnee.
Trotzdem ist sie angenehm zu tragen und ein absolut zuverlässiger Begleiter auf meinen Touren durch das Erzgebirge.
Neben Kamera, Objektiv und Stativ befinden sich folgende Dinge immer in meiner Tasche:
Extender – mehr Reichweite bei gutem Licht
Ein 1.4x-Extender gehört seit Januar 2024 fest zu meiner Tierfotografie-Ausrüstung.
Ich nutze ihn bei guten Lichtverhältnissen, um etwas mehr Reichweite zu bekommen – dabei ist der 1.4x völlig ausreichend für meine Anforderungen.
Ich möchte ihn inzwischen nicht mehr missen, denn er ist klein, leicht und kann in vielen Situationen den entscheidenden Unterschied machen, ohne gleich ein größeres Objektiv mitzunehmen.
Mikrofon – für Video und Naturgeräusche
Da ich neben Fotos auch sehr gern filme, ist ein kleines Mikrofon immer dabei.
Ich nutze es seit etwa drei Jahren und bin sehr zufrieden damit. Es fängt nicht nur die Laute der Tiere ein, sondern auch die Geräusche der Natur und das Ambiente der Situation – ein großer Mehrwert für Videos.
Fernglas – Überblick behalten ohne Kamera
Ob auf Pirsch oder im Ansitz: Ein Fernglas ist mein ständiger Begleiter.
Mein 10x32 Fernglas ist deutlich komfortabler als die schwere Kamera, um:
die Lage in der Ferne zu checken
Bewegungen frühzeitig zu erkennen
kleine Vögel zu bestimmen
Für mich gehört ein Fernglas genauso zur Wildtierfotografie-Ausrüstung wie Kamera und Objektiv.
Stirnlampe mit Rotlicht-Funktion
Egal ob ich sehr früh am Morgen aufbreche oder abends doch länger draußen bin als geplant – eine kleine Stirnlampe habe ich immer in meiner Fototasche dabei. Sie kommt nur selten zum Einsatz, ist aber im richtigen Moment Gold wert.
Wenn es zu dunkel wird und ich etwas Orientierung brauche, nutze ich ausschließlich die Rotlicht-Funktion. Sie hilft mir dabei, Äste, Wurzeln oder unebenes Gelände zu erkennen, ohne die Umgebung unnötig zu erhellen oder Wildtiere zu stören. Gerade wenn man querfeldein unterwegs ist, sorgt das für mehr Sicherheit, ohne zu sehr aufzufallen.
Sitzkissen – unverzichtbar beim Ansitz
Für mich ist ein Thermo-Sitzkissen aus Schaum absolutes Standard-Equipment.
Egal ob steiniger Waldboden, Schnee oder nasses Moos – mit einem Sitzkissen spielt der Untergrund kaum noch eine Rolle.
hält warm
hält trocken
extrem leicht und kompakt
Ohne Sitzkissen gehe ich kaum noch auf Ansitz.
Tarnnetz oder Tarnschal – klein, leicht, vielseitig
Zusätzlich zum Sitzkissen ist ein Tarnnetz bzw. Tarnschal für mich unverzichtbar.
Es hat ein sehr geringes Packmaß und ist vielseitig einsetzbar:
Tarnung von Kamera und Stativ
zusätzliche Tarnung beim Ansitz
notfalls auch als Schal, wenn es frisch ist
Gerade in der Wildtierfotografie im Erzgebirge ist diese flexible Tarnung extrem praktisch.
Handschuhe, Mütze & Buff – Wärme und Tarnung
Gerade im Winter kann ich darauf nicht verzichten:
Handschuhe halten warm und tarnen helle Hände
Mütze schützt vor Kälte
Buff lässt sich schnell über das Gesicht ziehen und sorgt für zusätzliche Tarnung
Diese Kleinigkeiten machen lange Ansitze deutlich angenehmer.
Kleinzeug – unscheinbar, aber wichtig
Ein paar Dinge wirken banal, sind aber extrem hilfreich:
Erste Hilfe-Kit - bestehend aus Pflastern, Zeckenzange und Desinfektionsmittel
Taschenmesser – für alle möglichen Situationen
Taschentücher – kalte, klare Luft lässt die Nase oft laufen
kleines Mikrofaser-Tuch – für Feuchtigkeit oder Schmutz auf Linse und Kamera
Snack – wenn der Ansitz doch länger dauert 😃
Fazit: Weniger ist oft mehr
Mit all diesen Dingen ist meine Fototasche komplett, aber nicht überladen.
Sie enthält alles, was ich für meine Tierfotografie im Erzgebirge brauche – und bleibt trotzdem so leicht, dass ich sie auch über längere Strecken problemlos tragen kann.
Mein Tipp:
👉 Pack nur das ein, was du wirklich nutzt.
Eine gut durchdachte Fototasche macht deine Touren entspannter – und sorgt dafür, dass du dich voll auf die Natur und deine Motive konzentrieren kannst.
Nichts mehr vergessen – kostenlose Checkliste sichern
In meiner kostenlosen PDF-Checkliste findest du alles, was in meine Fototasche für die Wildtierfotografie gehört – ideal auch für deine Foto-Touren.
FAQ – Fototasche & Ausrüstung für Tierfotografie
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Neben Kamera, Objektiv und Stativ gehören praktische Helfer wie Sitzkissen, Tarnnetz und Fernglas in jede gut gepackte Fototasche für die Tierfotografie.
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Ein Stativ ist vor allem bei längeren Ansitzen, schweren Teleobjektiven oder Videoaufnahmen sehr hilfreich. Auf kurzen Pirschgängen kann man je nach Situation auch darauf verzichten.
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Ja, besonders bei guten Lichtverhältnissen. Ein 1.4x-Extender bietet zusätzliche Reichweite bei geringem Zusatzgewicht und ist eine praktische Ergänzung zur bestehenden Ausrüstung.
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Ein Sitzkissen hält warm und trocken und macht längere Ansitze deutlich angenehmer. Gerade auf feuchtem Waldboden oder im Schnee ist es kaum wegzudenken.
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Mit einem Fernglas kannst du Tiere frühzeitig entdecken und beobachten, ohne die schwere Kamera zu nutzen. Das spart eigene Energie und schont den Kamera-Akku.